Colonial Cocktail
VOLUME I
‘APERITIVO’

Work

Im Auftakt zu ihrer neuen Bühnenserie destilliert Stefanie Sourial die letzten vierhundert Jahre europäischer Kolonialgeschichte und packt sie in eine sechzigminütige, flüssige Performance. Colonial Cocktail ist ein boomerangartiges Ausholen, eine Rückverfolgung der Herkunft von Spirituosen und heutigen alkoholischen Trendgetränken in die koloniale Vergangenheit und wieder zurück in unsere Gegenwart – scharf auf der Zunge, bitter im Abgang.

In den Wiener Bars fließt hochprozentige Geschichte in Strömen, die ihre Quelle oftmals in der europäischen Kolonialgeschichte haben. Doch wer achtet beim Genuss schon auf die Geschichte des Getränks? Stefanie Sourial beschreibt in Colonial Cocktail in performativ-erzählerischer Form die kolonialgeschichtlichen Zusammenhänge von Spirituosen und ihre Wirkung auf unsere aktuelle Gesellschaft – begleitet von wechselnden Gästen aus unterschiedlichen Kunstrichtungen. Wie sind aktuelle Trendgetränke entstanden? Unter welchem Einfluss der Spirituosen stehen wir in unserem Leben? Was ist daran politisch, Uhudler zu trinken?

Komplexe kolonialgeschichtliche Themen entfalten im vertrauten Setting einer Bar – gemixt mit einem Schuss vielfältiger Gewaltgeschichte aus alten und jungen Jahrgängen – ein bittersüßes Bouquet. Die historischen Spuren, die Stefanie Sourial am Beispiel des alltäglich präsenten Alkohols aufzeigt, führen zu unerwarteten Entdeckungen in unserer direkten Umwelt.

PREMIERE: FEBRUAR 2019
studio brut Wien


Konzept und Performance Stefanie Sourial
Special Guest Katia Ledoux
Ausstattung/Bühnenbild Katharina Haring, Attila Plangger
Recherche / wissenschaftliche Unterstützung Sushila Mesquita
Dramaturgie / performative Unterstützung Nir Paldi
Kostüm Lisi Lang, Guilherme Pires Mata, Markus Pires Mata
Ton Tamara Wilhelm
Licht Denise Kamschal 
Fotografische Dokumentation Abiona Esther Ojo
Fotografie Ankündigung Marija Šabanović, Caroline Haberl, Isabella Baco
Eine Koproduktion von Stefanie Sourial und brut Wien.
Mit freundlicher Unterstützung der Kulturabteilung der Stadt Wien

© Abiona Esther Ojo
© Abiona Esther Ojo
© Abiona Esther Ojo
© Abiona Esther Ojo